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Über uns

āsmi ayurveda
PORTRÄT — URSPRUNGSGESCHICHTE

Drei Leben,
ein Rezept

Über die Herkunft einer Idee: von einem Garten in Kerala über eine Arztpraxis bis zu einem Designstudio in Kopenhagen.

Marken erzählen sich gern als Idee, die irgendwann vollständig und fertig auftaucht. Die interessanteren unter ihnen beginnen meist früher und andernorts — in diesem Fall auf einer Farm in Südindien, lange bevor jemand das Wort „Lifestyle-Marke“ benutzte. Was folgt, ist deshalb keine Firmengeschichte im engeren Sinn, sondern die Erzählung dreier Leben, die sich an einem gemeinsamen Punkt treffen: der Überzeugung, dass ein gutes Produkt seine Herkunft nicht verschweigen muss, sondern von ihr erzählen sollte.

Eine Kindheit liefert dafür den Antrieb, ein Arzt die Formel, eine Designerin die Form. Und ein paar Werkstätten in Deutschland sorgen am Ende dafür, dass etwas in der Hand liegt, das sich auch tatsächlich anfassen lässt.

Murali Nair, Gründer von āsmi ayurveda
Murali Nair, Gründer
Kapitel I — Kerala, Indien

Die Wurzeln

Wer heute in Hochglanzbroschüren über Ayurveda liest, könnte meinen, es handle sich um eine Erfindung des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts. In Kerala, wo Murali Nair in den 1980er-Jahren aufwächst, ist davon nichts zu merken. Zwischen hunderten Kokospalmen und Reisfeldern, die sich bis an den Horizont ziehen, ist Ayurveda kein Konzept, das man sich aneignet, sondern etwas, das einfach da ist — so selbstverständlich wie das Wetter.

Wird der Junge krank, geht seine Mutter nicht in die Apotheke, sondern in den Garten: Sie pflückt Tulsiblätter und kocht daraus einen Tee. Zum Waschen der Haare dient frisch zerstoßene Hibiskuspaste. Die Familie versteht sich nicht als Besucherin der Natur, sondern als ihr Teil — eine Unterscheidung, die sich erst Jahrzehnte später, in einem ganz anderen Zusammenhang, als folgenreich erweisen wird.

Ebenso selbstverständlich ist die Sorge um die Nachbarschaft. Muralis Vater, Besitzer des einzigen Autos im Ort, fährt bei Regen die Kinder der Nachbarschaft zur Schule. Der Hausarzt der Familie behandelt, wer sich die Behandlung nicht leisten kann, ohne dafür ein Honorar zu verlangen. Zwei Beobachtungen aus einer Kindheit, die sich zu einer Haltung verdichten: dass die Sorge um die Erde und die Sorge um den Nächsten sich nicht ausschließen, sondern bedingen.

Es ist diese Haltung, die Murali Nair Jahrzehnte später, tausende Kilometer entfernt, in eine Marke übersetzen will — nicht als Trend, sondern als Fortsetzung eines Alltags, der ihm längst vertraut war.

„Wir selbst waren ein Teil der Natur und entdeckten unsere Schätze in ihr.“
— Murali Nair, Gründer
Kapitel II — Die Formel

Die Heilkunst

Der Mann, der die Rezepturen von āsmi entwickelt, ist niemand, den Murali Nair für dieses Projekt erst hätte suchen müssen. Es ist sein langjähriger Hausarzt: Dr. Sreekrishnan, Ayurveda-Mediziner in zweiter Generation, der mehr als fünfunddreißig Jahre forscht und lehrt, bevor er seine eigene Klinik in Kerala eröffnet — mit einer Spezialisierung auf Dermatologie und Kindermedizin.

Dass er kein gewöhnlicher Landarzt ist, zeigt sich an den Details: Das indische Ayurveda-Ministerium wählt ihn aus, um die nächste Generation von Ärzten auszubilden, seine Klinik empfängt Patienten aus Asien, Europa und den USA. Und doch behandelt er jeden Freitag, wer nicht bezahlen kann, ohne Ausnahme und ohne Aufhebens darum zu machen.

Es ist dieselbe Haltung, die Murali Nair als Kind bei seinem eigenen Hausarzt beobachtet hat — nur dass sie nun, eine Generation später, auch die Formel für ein Produkt mitbestimmt, das tausende Kilometer von Kerala entfernt verkauft wird.

„Wer heilen kann, sollte als Erstes nicht nach dem Honorar fragen.“
— Dr. Sreekrishnan, Ayurveda-Mentor
Dr. Sreekrishnan, Ayurveda-Mentor von āsmi
Dr. Sreekrishnan, Ayurveda-Mentor
Kapitel III — Kopenhagen, Dänemark

Die Form

Ein jahrtausendealtes Heilwissen aus Südindien lässt sich nicht ohne Übersetzung in ein Regal in Mitteleuropa stellen. Diese Übersetzung übernimmt eine Designerin, die mit Ayurveda zunächst wenig zu tun hat: Nina Bruun, ausgebildet an der Royal Danish Academy of Design, eine der gefragten Stimmen der nordischen Designszene, zitiert in der Herald Tribune, der Washington Post, Le Figaro.

Ihre Arbeit trägt einen Red Dot Design Award, ein Stück davon liegt in der ständigen Sammlung des Museum of Arts and Design in New York. Für āsmi entwirft sie mit ihrem Team nicht bloß ein Logo, sondern den gesamten Markenauftritt — Corporate Identity, Produktdesign, Kommunikationskonzept.

Es ist eine zweite Übersetzung, nach jener vom Garten ins Rezept: vom Rezept in eine Form, die auch einem skandinavisch geschulten Auge unmittelbar einleuchtet.

„Gute Form drängt sich nicht auf. Sie leuchtet einfach ein.“
— Nina Bruun, Design Director
Nina Bruun, Design Director von āsmi ayurveda
Nina Bruun, Design Director
Kapitel IV — Deutschland

Die Hände, die es tragen

Eine Formel und eine Form allein ergeben noch kein Produkt. Es braucht Hände, die beides zusammenführen. āsmi arbeitet dafür mit regionalen und sozialen Werkstätten zusammen — aus der Überzeugung, dass Produktion dort am besten gelingt, wo Menschen im Mittelpunkt stehen, und nicht in menschenleeren, hochautomatisierten Fabriken.

Mitarbeitende der Wertkreis gGmbH bei der Abfüllung
Abfüllung — Gütersloh

Wertkreis gGmbH

Eine integrative, bio-zertifizierte Werkstatt in Gütersloh füllt unsere Tees und Öle von Hand ab. Im Team arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung.

„Vielfalt ist unsere Stärke.“
— Wertkreis gGmbH
Teeherstellung bei Hälssen & Lyon in Hamburg
Tee-Herstellung — Hamburg

Hälssen & Lyon

Seit 1871 in Hamburg ansässig, verantwortet diese Teemanufaktur unsere Bio-Mischungen. Ihr soziales und ökologisches Engagement wird seit 2011 regelmäßig durch ein SMETA-Audit nach den Standards der Ethical Trading Initiative überprüft.

Teedosen von Klann Packaging
Teedosen — Landshut & Öhringen

Klann Packaging

Der letzte verbliebene europäische Hersteller dieser Weißblech-Dosen sitzt in Bayern; lackiert wird in einem Familienbetrieb in Öhringen, frei von BPA und Kobalt. Das Weißblech stammt aus dem ThyssenKrupp-Werk nahe Koblenz, mit einer Recyclingquote von 93 bis 95 Prozent.

Diese Geschichte endet nicht mit einem Schlusspunkt. Sie setzt sich fort — mit jeder Ernte, jedem Rezept, jeder Dose, die in Gütersloh von Hand abgefüllt wird.

āsmi ayurveda — Kerala, Indien · Kopenhagen, Dänemark · Gütersloh, Deutschland